"Ein Sieg ist realistisch."

23. Mai 2003, 22:44  / null

Marisa Mazzarelli, Herzliche Gratulation zur Final-Qualifikation. Warum hat sich die Schweiz gegen Norwegen durchgesetzt?

Wir hatten den grösseren Willen. Die Norwegerinnen haben zu wenig gezeigt, dass sie gewinnen wollen. Nach dem 2:1-Erfolg über Schweden habe ich die Norwegerinnen wesentlich stärker erwartet.

Wann hast du gemerkt, dass es für den Final reicht?

Ich war bereits vor der Partie zuversichtlich, dass wir uns durchsetzen werden. Wir wollten uns für die Niederlage an der letzten WM gegen Norwegen revanchieren.

Welche Zwischenbilanz ziehst du von dieser WM?

Wir sind mit einer Niederlage ins Turnier gestartet, konnten uns aber in der Folge steigern. Dass Norwegen gegen Schweden gewonnen hatte, gab uns zusätzliche Motivation, da wir nicht bereits im Halbfinal auf Schweden treffen werden.

Nun spielt ihr im Final gegen Schweden. Hättest du lieber Finnland als Gegner gehabt?

Wenn wir Weltmeister werden wollen, müssen wir jeden Gegner schlagen. Ich denke aber, dass ein Spiel gegen Finnland ein wenig einfacher wäre, da sie ein ähnliches Spielsystem praktizieren wie wir.

Was habt ihr im Final für Chancen?

Ein Sieg gegen Schweden ist durchaus realistisch. Wir sind topmotiviert. Zudem wirkt sich der Heimvorteil als ein wirklicher Vorteil aus: Wir fühlen uns hier an der WM wie zuhause, man spürt die Unterstützung.

Hast du mit der Norwegerin Brigitte Lersbryggen, deiner Teamkollegin bei Balrog, nach der Partie einige Worte gewechselt?

Ja. Ich habe sie kurz nach ihrer Verletzung gefragt. Und sie hat mir für das Finalspiel viel Glück gewünscht.