Vorschau Team Schweiz

"Wir wollen eine Medaille"

Die Schweizer Unihockey-Damen-Nationalmannschaft steht vor der WM im eigenen Land. Das Team von Thomas Rieben und Nicola Zamboni zählt zweifelsohne zu den Medaillenanwärtern. Wie aber wird die Mannschaft mit dem Druck fertig? Die Erwartungen in der Schweiz sind gross.

Am 18. Mai ist es soweit, die Schweiz wird in der Mooshalle in Gümligen die WM eröffnen. Und dies gegen niemanden geringeren als Titelverteidiger Finnland. Dann gilt es ernst, man wird weder eine zweite Chance erhalten, noch nach Ausreden suchen dürfen. Die Schweiz muss bereit sein, es steht viel auf dem Spiel. Dessen ist sich auch Nationaltrainer Thomas Rieben bewusst. "Eine WM im eigenen Land ist etwas grossartiges und wir freuen uns riesig darauf. Natürlich sind wir uns bewusst, dass man besonders viel von uns erwartet. Der Druck auf den Schultern der Spielerinnen wird gross sein. Man erwartet eine Medaille von uns", erklärt Rieben. Der Nationaltrainer blickt allerdings auf eine durchzogene Vorbereitung zurück. "Es lief nicht alles wunschgemäss. Vor zwei Jahren beispielsweise, hatten wir eine ausgezeichnete Vorbereitung auf die WM in Riga. Das Ergebnis fiel aus unserer Sicht zweifelsohne enttäuschend aus. Ich hoffe, dass es jetzt umgekehrt läuft. Gerade weil nicht alles optimal verlief in der Vorbereitung, erhoffe ich mir dafür ein positives Resultat."

Kader

Thomas Rieben ist überzeugt, dass die Schweiz an der WM mit dem bestmöglichen Kader antreten wird. "Edith Enzler wird uns aus beruflichen Gründen auf alle Fälle fehlen. Karin Hartmann hat ihren Rücktritt aus der Nationalmannschaft aus Verletzungsgründen gegeben.", meint Rieben. Nach dem Zusammenzug in Davos vom 25.-27. April fielen die Entscheidungen. Gesetzt waren bereits die drei Torhüter Laura Tomatis (Piranha Chur), Sabine Forster (Red Ants Winterthur) und Nicole Giezendanner (UHC Dietlikon). Nicht für's WM Kader berücksichtigt wurden Karin König (Burgdorf), Tanja Ertürk, Simone Steiner und Michaela Kathriner (alle Zug) sowie Andrea Eberle (Red Ants Winterthur). Den Sprung ins WM-Team schafften hingegen die beiden U-19-Spielerinnen Ramona Gabathuler und Marion Rittmeyer (Zug). Ansonsten gab es keine Überraschunngen.

Die Schlüsselspielerinnen

Wichtig werden für Thomas Rieben vor allem die routinierten Spielerinnen sein. Marisa Mazzarelli, frischgebackeneschwedische Meisterin mit Balrog, aber auch Brigitta Wegmann und Simone Berner. In der Offensive hofft der Nationaltrainer auf die Skorerqualitäten von Mirca Anderegg (Piranha Chur), Petra Kundert und Natalie Stadelmann (beide Red Ants Winterthur) sowie Daniela Morf (Dietlikon). Für Thomas Rieben dürfte aber die junge Simone Ryser von den Burgdorf Wizards eine tragende Rolle im Schweizer Team tragen. " Alle Spielerinnen sind heiss auf die WM, für die jungen Athletinnen wird es eine besondere Herausforderung sein", meint Rieben.

Wichtiges Startspiel

Die WM 2003 soll für alle Beteiligten ein grosses Erlebnis werden. Aus Schweizer Sicht ist die WM spätestens seit dem letzten Playoff-Wochenende lanciert. "Wir haben ausgezeichnete Playoff-Spiele gesehen, die Spielerinnen werden mit der richtigen Einstellung zur Sache gehen. Wir haben mit Dietlikon einen neuen Meister, mit Zug einen neuen Cupsieger. Das Schweizer Fernsehen hat unserem Sport endlich die Beachtung geschenkt, welche wir auch verdienen, alles fokusiert nun auf die WM", meint Rieben. Sportlich habe man sicherlich ein Ziel: " Wir wollen eine Medaille", erklärt Rieben entschlossen. Mit einem Sieg im Startspiel gegen Finnland werde sicherlich einiges einfacher. Mit einer möglichen Halbfinal-Qualifikation stünde man dann nur noch einen Sieg vor der angestrebten Medaillen. "Alles ist möglich. Schweden ist Favorit, aber auch für sie wird es nicht einfach sein. Wir werden Schritt für Schritt unseren Weg gehen und natürlich unser Bestes geben."

Prognose für die WM

Die Schweiz spielt in der Gruppe 1 mit Finnland, Russland und Tschechien. Der Halbfinal ist Pflicht. Danach ist alles möglich.

Schweizerischer Unihockey Verband
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